Am Sonntagmorgen versammelte sich unsere wanderlustige Truppe am Bahnhof Tann-Dürnten ausgestattet mit Wanderschuhen, Rucksäcken, guter Laune und mindestens einem Kind, das schon vor Abfahrt wissen wollte, wann wir „endlich da“ sind. Nach etwa 50 Minuten Zugfahrt – in der wenige Snacks verzehrt und einige Fragen gestellt wurden – begann das Abenteuer in Kollbrunn.
Der erste Abschnitt hatte es in sich: Ein steiler Hang wartete darauf, von uns bezwungen zu werden. Und das natürlich mit frischer Energie und mindestens einem Teilnehmer, der schon nach dem ersten Anstieg fragte, ob das der Gipfel sei. Spoiler: War es nicht.
Oben angekommen, stand das erste Highlight auf dem Programm – eine Höhle! Also, sagen wir, ein Höhlchen. Etwa 50 cm tief, feucht, dunkel und definitiv nichts für Klaustrophobiker. Aber natürlich gab es unter uns Mutige, die sich tapfer hineingetraut haben. Die weniger Wagemutigen übernahmen währenddessen wichtige Aufgaben wie „den Rucksack halten“ oder „fotografisch dokumentieren, wie die anderen reinkriechen“.
Nach der Höhlenexpedition ging es eine knappe Stunde weiter, bis zur verdienten Mittagspause an der Feuerstelle. Und wie man es von uns kennt (besser gesagt von Reto Fehr), wurde diese sofort professionell in Beschlag genommen. Innerhalb kürzester Zeit loderten die Flammen – und mit ihnen unsere Grillambitionen. Würste brutzelten über dem Feuer, Marshmallows schmolzen an Stöcken, und mindestens ein Kind brannte seinen Würstli kunstvoll bis zur Unkenntlichkeit (und war trotzdem stolz darauf).
Nach etwa zwei Stunden Rast – inklusive ausgiebigen herumtollen und spanenden Gespräche – ging es weiter. Nächstes Ziel: die „Tüfels-Chile“ in Kollbrunn. Eine mystische, felsige Ecke mit Geschichte, Legenden – und der perfekten Gelegenheit für Fotos.
Nach weiteren 1½ Stunden erreichten wir endlich den Zielbahnhof Rikon. Und wie belohnt man tapfere Wanderer am besten? Richtig: mit einer feinen Glace! Der Kioskbesitzer hatte sicher den Umsatz seines Lebens und eine leere Glace Truhe.
Die Rückfahrt im Zug war… sagen wir eher ruhig. Einige dösten, andere liessen sich die Wanderung Revue passieren. „Diese Wanderung war schön – aber meine Beine tun weh.“
Fazit: Die Familienwanderung war ein voller Erfolg: Abenteuerlich, lustig, lecker und mit genau der richtigen Dosis Muskelkater. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.
